Wintertagung 2021

Gemeinsam is(s)t man besser. Gemeinsam aus der Krise lernen.
Agrarpolitik
Wie jedes Jahr im Jänner war das Team der Düngeberatung auch heuer wieder gerne bei den Wintertagen des Ökosozialen Forums dabei. Leider dieses Mal nicht gemeinsam vor Ort, sondern jeder im Homeoffice vor seinem Computer. Gleich am Eröffnungstag der Agrarpolitik fand Stephan Pernkopf klare Worte, wie wichtig es ist, aus der Krise zu lernen, die Versorgung der Lebensmittelsicherheit in Österreich und Europa sollte oberste Priorität haben.

Wichtig sei ein nachhaltiges Intensivieren, denn aufgrund der steigenden Weltbevölkerung ist ein Produktionsrückgang in Europa oder eine Verlagerung der Produktion in emissionsintensivere Standorte nicht vertretbar, und es gebe am Ende sogar noch mehr Kondensstreifen am Himmel als Blühstreifen auf den Äckern. Für Landwirtschaftsministerien Elisabeth Köstinger steht ebenso die Selbstversorgung vor Ort im Fokus, wobei man an einer Steigerung der Anstrengungen im Umwelt- und Klimaschutz nicht vorbei kommen wird. Ihre deutsche Amtskollegin Juli Klöckner erinnerte daran, dass man die grenzüberschreitenden Lieferketten gerade in Krisenzeiten ebenso dringend benötigen würde und diese daher nicht gefährden sollte!
Der Generaldirektor der Welternährungsorganisation FAO Qu Dongyu wünscht sich mehr Unterstützung für die Erhaltung der Landwirtschaft im Berggebiet und möchte gerne, dass viele Staaten mit ähnlichen Gegebenheiten wie Österreich von unserem Know How profitieren.

Ackerbautag
Ähnliche Ansätze wie beim Agrarpolitik Tag waren auch beim Ackerbautag zu finden. Wolfgang Burtscher, Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in Brüssel mahnte auch den Binnenmarkt trotz nationaler Selbstversorgung nicht zu vernachlässigen, immerhin müssen Zusatzstoffe, oder Mineraldünger ebenso ins Land kommen wie viele Saisonarbeitskräfte!
In die selbe Kerbe schlug Johannes Frankauser, Leiter der Sektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im Ministerium: Gerade durch Corona wird die Abhängigkeit von ausländischem Personal überdeutlich, die Lebensmittel waren immer ausreichend vorhanden, aber ohne Arbeitskräfte welche das Fleisch zerlegen oder Gemüse ernten wäre innerhalb kurzer Zeit alles still gestanden.
In der anschließenden Diskussion waren sich u.a. Josef Pröll und Martin Greßl (Leiter der Abteilung Qualitätsmanagement der AMA Marketing GmbH) einig, dass regionale Kreisläufe gestärkt werden sollten, mehr Wortschöpfung und Wertschätzung im Ackerbau erreicht werden muss, und die Solidarität der Verbraucher darf nicht an der Supermarktkasse enden.
Dem können wir vollkommen zustimmen, und das wird in Österreich vielfach bereits hervorragend praktiziert . Um dies zu belegen ist nicht noch ein Gütesiegel notwendig, welches den Landwirten durch zusätzliche Produktionsauflagen große Nachteile gegenüber ihren europäischen Kollegen einbringt. Ob dieser Mehraufwand in der Produktion dann wirklich finanziell abgegolten würde, darf stark bezweifelt werden.

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