DWA - Klärschlamm-Tage

21.-23. Mai in Würzburg
Über die neuesten rechtlichen und fachlichen Entwicklungen im Bereich Klärschlamm informierten sich unsere Mitarbeiter Ing. Hannes Stockinger und Maximilian Punzet gemeinsam mit hunderten anderen Tagungsteilnehmern bei der diesjährigen Klärschlamm Tagung in Deutschland. Unsere bisherigen Erfahrungen haben sich bestätigt, die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung ist durch die Verschärfung der Düngemittelverordnung und durch die Klärschlammnovelle in Deutschland stark dezimiert worden.

Aufgrund der hohen Nitratbelastung in den Böden ist jedoch nicht nur Klärschlamm sondern auch Gülle immer schwieriger zu verwerten. Weite Transportwege und explodierende Kosten müssen in Kauf genommen werden. Der Ausweg? Mehrere Monoverbrennungsanlagen befinden sich in Norddeutschland in Projektierung, mit einer Inbetriebnahme ist jedoch nicht vor 2022 zu rechnen. Die Rückgewinnung von Phosphor aus der Klärschlammasche wird bereits in einigen Ländern getestet, jedoch ist die Praxistauglichkeit derzeit noch offen. Zu beobachten ist, dass die geschaffene Infrastruktur (ausreichend Lagerkapazität, Monoverbrennungsanlagen etc.) den gesetzlichen Vorgaben hinterher hinkt. Bleibt zu hoffen, dass in Österreich weitere gesetzliche Vorgaben im Einklang mit den in der Praxis vorherrschenden Möglichkeiten getroffen werden, um nicht ebenfalls in einen Entsorgungsnotstand zu geraten.